Meine Arbeit, meine Tiere und ich

"Ein Pferd galoppiert mit seiner Lunge,
hält durch mit dem Herzen
und gewinnt mit dem Charakter"

Federico Tesio

Wie kam ich zur Fotografie?

Angefangen hat alles mit einer geschenkten Canon Eos 500. Da war ich fünfzehn. Ich knipste ein paar Filme voll, brachte sie zur Entwicklung und war gleichzeitig erschrocken und angetan von meinen ersten produzierten Fotos. Die Tatsache, dass ein kleines Gerät so viele Möglichkeiten birgt, ein und die selbe Situation oder ein Objekt verschieden 'aussehen' zu lassen, faszinierte mich zutiefst. 

Die Kamera wurde mein ständiger Begleiter. Von Familienbildern über erste Versuche in der Natur, zur 'Streetfotografie'. Mit neunzehn zog es mich nach London, wo mich die Vielfalt, Kontraste und die Millionen unterschiedlicher Charaktere der Fotografie noch näher brachten.
Durch mein Studium kam ich zur Portrait- und Fashionfotografie. Ich experimentierte im Studio und unter natürlichen Lichtverhältnissen an den markanten Hintergründen und Kulissen, die London mir bot. 

Fotografieren habe ich also in vielen Jahren des Selbststudiums erlernt. Technische Raffinesse bringt die Zeit, die Übung und viel Selbstkritik. Das 'Leben' sehen, Details erkennen, die im Alltag gerne unter-gehen, das bedarf meiner Meinung nach viel Leidenschaft und Herzblut sowie ein Stück innere Ruhe. Sich auf einen Moment, auf einen Ausschnitt zu konzentrieren, wenn hunderte von Menschen um ein 'rumwuseln', Krach und Lärm alles übertönen. Wenn das Wetter plötzlich umschlägt, ein Sturm, ein Gewitter oder prasselnder Regen einsetzen und das so lang geplante Fotoshoot zu ruinieren droht, dann packt man nicht zusammen, sondern ändert spontan den Plan. 
Es gibt kein falsches Wetter für die Fotografie. Die Kamera kann sich allen Verhältnissen anpassen, Tiere ebenso, nun muss man es nur noch selbst können, kreativ umdenken und kann am Ende Besseres schaffen, als ursprünglich geplant.

Wie kam ich zur Pferdefotografie?

Wenn man die Möglichkeit hat, seine beiden größten Leidenschaften miteinander zu kombinieren, dann liegt es nahe, dass man es früher oder später tut. Reiten war schon seit frühester Kindheit Bestandteil meines Lebens. Mit vierzehn bekam ich mein erstes eigens Pferd, ein Halfinger. Dass Pferde mich auch in meinem weiteren Leben begleiten werden, wusste ich schon immer und so ist es kein Gestüt, auf dem ich arbeite sondern das Fotografieren der edlen Vierbeiner.